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Presseberichte



Sinnlose Zerstörung bei den "Laubfröschen"

Zum wiederholten Male wurde das Tipi des Waldkindergartens „Die Laubfrösche“ in Erlangen/Kosbach zerstört. Das in der Mönau liegende Areal des Waldkindergartens wurde in letzter Zeit immer wieder Ziel mutwilliger Zerstörung durch feiernde Jugendliche. So auch in der Nacht vom Fr. 23.09.2011 auf Sa. 24.09.2011. Hier wurde das Tipi unerlaubt als „Feier-Location“ genutzt. Im Alltag wird es von den Waldkindergartenkindern als Rückzugsort für Sing- und Lesestunden bzw. als Eßensraum sowie als Unterschlupf bei schlechtem Wetter genutzt. Im Laufe der Feier wurde es mit Meßern aufgeschlitzt und mit Feuer so stark beschädigt, daß es nun nicht mehr zu verwenden ist. Auch mußte der gesamte Waldkindergartenbereich von den Hinterlaßenschaften befreit werden. Trotz Verbot wurde ein Lagerfeuer gemacht, welches nicht gelöscht wurde als die ungebetenen Gäste die Feier verließen. Die Gefahr eines Waldbrandes wurde hier billigend in Kauf genommen. Der Schaden wurde der Polizei gemeldet und zur Anzeige gebracht.

Der Sachschaden beläuft sich auf 1.400,-- €.

Für die kleinen "Laubfrösche" sowie im täglichen Kindergartenablauf hat das Tipi einen hohen ideellen Stellenwert und es bedarf viel Fingerspitzengefühl den Waldkindern die sinnlose Zerstörung des Tipis und die Verwüstung "Ihres" kleinen Reiches zu erklären.

Der Waldkindergarten, die Kinder und deren Eltern bitten Zeugen sich bei den angegebenen Stellen zu melden:

Polizeiinspektion Erlangen (Tel: 09131/760 115)

Waldkindergarten (Tel: 09131/450260 oder

info@die-laubfroesche.net

Titelseite Albrächt Nov 2009
Artikel Albrächt Nov 2009

[Artikel im Puzzle, der Stadtteilzeitung, Ausgabe Nov 2008-Feb 2009]

Neues von den Laubfröschen

Der Waldkindergarten „Die Laubfrösche“, bei Kosbach in der Mönau, ist nichts neues. Einige kennen das Areal von Spaziergängen, der Jogging- bzw. Walking-Runde oder sind mit dem Fahrrad schon einmal daran vorbeigefahren.

Neu ist, das Konzept des Waldkindergartens ist „salonfähig“ geworden. Mit dem neuen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) - der Leitfaden des Sozialministeriums für alle Kindergärten in Bayern - ist die Waldpädagogik in Verbindung mit dem themenbezogenen Bildungsbereichen Mathematik, Umwelt, Naturwissenschaften und Technik verankert worden. Doch nicht nur im Ministerium findet dieses Konzept viel Zuspruch, nein, auch in der Praxis wird es immer häufiger umgesetzt.

In den letzten fünf Jahren sind insgesamt sechs neue Waldkindergärten in unserer Region gegründet und staatlich anerkannt worden. Der neueste Zugang ist der von der Gemeinde betriebene Waldkindergarten in Uttenreuth. Daran kann man sehen, dass ein Waldkindergarten nicht so exotisch ist, wie vielleicht einige meinen. Ein Unterschied zum Regelkindergarten liegt in der Art, wie die anerkannten Erziehungsziele erreicht werden, ansonsten unterliegt er den gleichen Regularien (eben dem BEP und dem bayerischen Kinder Bildungs- und Betreuungsgesetz). Der BEP listet unter anderem folgende zu erreichende Basiskompetenzen des Kindes auf:

personale Kompetenzen, Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext, Kompetenzen der Lernmethodik und der Umgang mit Veränderungen und Belastungen.

In einem Waldkindergarten erarbeiten sich die Kinder - fast wie von selbst - viele wichtige Kompetenzen, die auch der BEP fordert. Dazu ein Beispiel:

Erst kürzlich konnte man ein Rollenspiel unter vier Kindern beobachten, bei dem die vier „Archäologen“ Ausgrabungen machten. Sie fingen an, auf einem Erdhügel zu graben. Die Steine, die sie dort ausgruben, wurden sogleich als Teile eines Dinosauriergebisses identifiziert und an Ort und Stelle zusammengesetzt. Dabei kam eine interessante Diskussion zu Stande, wie denn Dinosaurierzähne beschaffen sein müssten, um sie von „gewöhnlichen“ Steinen zu unterscheiden und welche Größe, mit wie vielen Zähnen denn so ein Dino-Gebiss habe, besonders natürlich das eines ausgewachsenen, Fleisch fressenden Dinos. Des weiteren wurde gemeinsam über die beste Grab- und Bohrtechnik gefachsimpelt.

Aus einfachen Ideen entwickeln sich schnell reichhaltige und vielschichtige soziale Interaktionen, bei der es vieles zu lernen gibt. Die kleinen Forscher haben Hypothesen aufgestellt und gemeinsam deren Plausibilität überprüft, haben „Zähne“ mehrfach abgezählt, haben sich ein gemeinsames Ziel gesteckt und es auch umgesetzt.

Es ist dabei von Vorteil, dass kaum ein Gegenstand im Wald nur einem einzelnen Zweck dient. Alles hängt mit allem zusammen. So gibt es viel zu entdecken und zu erforschen.

Seit diesem Kindergartenjahr gibt es nun einige Neuerungen im Waldkindergarten „Die Laubfrösche“.

Die bisherige Leitung und Gründerin Katrin Kroder, wechselt zum Waldkindergarten in ihrem Wohnort Streitberg und hat die Leitung an die erfahrene Erzieherin Elke Dünninger abgegeben, die nach mehrjähriger Arbeit im Naturkindergarten in Nürnberg, in ihrer Babypause auch schon kräftig bei den Laubfröschen ausgeholfen hatte. Dies, und die Übernahme der inzwischen mit hervorragenden Noten examinierten Erzieherin Michaela Krauthöfer, die zuvor ihr Berufspraktikum bei den Laubfröschen absolviert hat, garantieren sowohl den Kindern als auch den Eltern ein hohes Maß an Kontinuität. Neu im Team ist die Erzieherin Melanie Merboth, die eine Zusatzausbildung als Erlebnispädagogin abgeschlossen hat. Die hohe pädagogische Qualität des Kindergartens wird durch qualifizierte Fachkräfte und kleine Gruppenstärke sichergestellt.

Neu ist weiterhin, dass ab diesem Jahr auch ein integrativer Platz bereitgestellt wurde. Hierbei wird die Förderung durch die Einbeziehung von Fachdiensten intensiviert.

Die Öffnungszeiten wurden auch ausgeweitet und erstrecken sich nun von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr.

Weiter Infos und die detaillierte Konzeption kann man auf der homepage unter www.die-laubfroesche.net finden.

Jens Potschadtke

Artikel aus dem Spiegel Special 7/2008:
"Wissensdurst wird durch Klugscheißerei verdorben"
In diesem Interview erklärt der Neurobiologe Gerald Hüther welche Rolle freies Spielen für die Gehirnentwicklung hat. Lobend werden dabei auch die Waldkindergärten erwähnt.
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Englischsprachige Artikel über die Natur als Stimulans für das Gehirn.
1. Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeitsspanne ließen sich in wissenschaftlichen Tests um 20 % steigern:
Going outside—even in the cold—improves memory, attention (University of Michigan)
2. Die Stadt überfordert das Gehirn. Die gleichen Tests, wie unter Punkt 1. werden hier in einem größeren Zusammenhang gesehen.
How the city hurts your brain (The Boston Globe)